Goldbacher Lichterfest verzaubert am Sonntagabend rund 8000 Besucher
30 000 Lichter stahlen einem beeindruckenden Sternenhimmel die Show beim 47. Goldbacher Lichterfest. 8000 Besucher waren am Sonntag gekommen,
um sich von der Stimmung verzaubern zu lassen.
CHRISTINE HOFMANN

Mit Guggamusik eröffneten die "Kocher-Fetza" den Rundgang durch das Gelände des Goldbacher Lichterfestes.
Goldbach Als das bengalische Feuer die Hügel rund um das Freibad und die ohnehin strahlenden Motivbilder zu eindrucksvoller Musik
in farbiges Licht hüllte, war die Stimmung perfekt. "Da kriegt man wirklich eine Gänsehaut", sagte Dagmar (42) aus Crailsheim, die das
Spektakel im Arm ihres Mannes genoss, "das ist echt romantisch." Keine Frage, das Goldbacher Lichterfest ist ein guter Platz für
Verliebte - und alle, die es werden wollen. Umarmungen, ein Küsschen im Halbdunkel und strahlende Augenpaare gehören zur langjährigen
Tradition des Lichterfestes dazu.
Zu einer "Reise ins Kinderland" hatten die Meister des Lichtes die staunenden Besucher in diesem Jahr eingeladen. Das kam besonders
beim kleinen Publikum gut an. "Da ist ja Scrat", rief ein Vierjähriger sofort aus, der die Figur aus dem Film "Ice Age" wohl besser kannte
als seine Großmutter, die ihn auf dem Arm trug. "Schau, und da sind Max und Moritz", konterte diese. 45 verschiedene Figuren verteilten
sich im Ort und auf dem Freigelände - von Pippi Langstrumpf über Biene Maja und Sponge Bob bis hin zum U-Boot Nautilus am Freibad.

Die Anwohner leuchteten mit: Helmut Hartmann illuminierte eine Snoopy-Figur. Foto: Christine Hofmann
In einer Größe von vier auf vier Metern hatte Helmut Hartmann mit seiner Familie den Comic-Helden Snoopy auf seinem Hof in Szene gesetzt.
"Als Anwohner hat man ja fast schon eine Verpflichtung zum Mitmachen", lachte der Goldbacher. Er beteiligt sich jedes Jahr an dem Fest und
illuminiert nicht nur eine Lichterfigur, sondern auch seinen Vorgarten mit Lichterbögen und Lampions. "Heute brennen etwa 500 Teelichter
bei uns", erzählt er und ergänzt: "Jedes Jahr verkalkuliere ich mich bei der Lichteranzahl. Da müssen wir in letzter Minute noch einmal
losfahren und Teelichter besorgen." Gut vier Stunden lang brannten die Kerzen und sorgten für strahlenden Lichterglanz.
"Die vielen Menschen, die heute hier sind, werden von den Lichtern regelrecht verzaubert", war Vorsitzender Guy Franquinet vom Verein
"Goldbacher Tradition" überzeugt. Wer dem Lichterweg folge, könne seine Sorgen und den Alltag vergessen und die Stimmung genießen.
"Licht ist ja etwas, was die Menschen anzieht und berührt", ist er sich ganz sicher. Seine Erfahrung: "Wo Licht ist, da wollen die
Menschen hin." Gut 8000 Besucher sind es am Sonntagabend gewesen, die der Anziehungskraft des Lichtes nach Goldbach gefolgt sind.
Für den 1000-Einwohner-Ort ist das eine große Herausforderung. "Es sind rund 500 Helfer im Einsatz", erzählt Franquinet, "auch viele
Auswärtige gehören mittlerweile zum Team der Ehrenamtlichen." Und es könnten noch weitere Freiwillige dazukommen: Beim Zeltabbau am
31. August werden noch helfende Hände gebraucht.
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