Goldbach, 19.05.2012
 
 
 
Goldbach / Geschichte
 
Jahr Ereignis
1178 bestätigt Pabst Alexander III. dem Stift St. Moritz in Augsburg den Besitz einer Kirche, eines Fronhofes und einer Taverne (Schenke) in Goldbach. (ecclesia et curia villicalis cum taberna in vilaa Goltpach) Der Name soll von dem rötlich-gelben Untergrund des Mühlbachs stammen
   
1183 erneute Bestätigung des Besitzes durch Pabst Lucius
   
1289 Goldbach wechselt seinen Besitzer an Ludwig und Konrad von Öttingen
   
1313 erhält Kraft II. von Hohenlohe, ein Schwager des Schrimpfs von Öttingen Goldbach von Friedrich von Österreich als Lehen
   
1331 wird neben 2 Lehen auch die Mühle von Goldbach bestätigt
   
1409 Neuer Besitzer von Goldbach ist jetzt Friedrich Geyer von Giebelstadt Sie führen seit 1311 den Widderkopf im Wappen
   
1431 Die Herren von Goldbach werden letztmals erwähnt
   
1443 urkundlicher Beleg über die dem hl. Mauritius geweihte Kirche zu Goldbach, die zur Kaplanei Crailsheim gehört
   
1531 Sebastian Geyer wird neuer Herr in Goldbach und beginnt mit dem Neubau des Schlosses: "Anno Domini 1531 hab ich Sebastian Geyer Goldbach köfft und asobald angefangen zu bauen im Namen des Herrn"Schloss als dreiflügelige Anlage, Ostflügel vermutlich im 16. Jahrhundert abgebrannt
   
1685 erhebt Kaiser Leopold den letzten der Familie Geyer von Giebelstadt - Heinrich Wolfgang - in den Reichsgrafenstand, die Grafschaft umfasst neben Goldbach die Orte Reinsbronn, Neunkirchen, Giebelstadt und Ingelstadt
   
1696 unter Protektion von Brandenburg
   
1708 ergreift das zum Königreich ausgerufene Preußen Besitz von der Grafschaft der Geyer. Der hohenlohische Lehenanspruch wird mit 19500 Gulden abgegolten, das Rittergut Goldbach wird als erledigt eingezogen. Erster Renteiamtsverwalter wird: Geheimrat Johann Gottfried von Behringer
   
1725 Neubau der ev. Pfarrkirche unter Verwendung des älteren Turmchores
   
1729 fällt die Grafschaft der Geyer - damit auch Goldbach - als Teil des Heiratsgutes der Prinzessin Friederike Luise an den Markgrafen Karl Wilhelm von Ansbach In diese Zeit fällt die Umsiedlung von preußischen "Schutzjuden" nach Goldbach
   
1791 legt Markgraf Alexander die Regierung nieder, Goldbach erneut unter preußischer Staatshoheit
   
1798 wird das Renteiverwalteramt Goldbach aufgehoben und mit dem Oberamt Crailsheim vereinigt. Das Schloss wird an die Gemeinde verkauft.
   
1806 besetzen Truppen Napoleons die Markgrafschaft Ansbach. Goldbach kommt unter bayrische Verwaltung
   
1810 Landgericht Crailsheim und Langenburg fallen an das Königreich Württemberg, Goldbach gehört nunmehr zum Königl. Württ. Oberamt Crailsheim
   
1843 &Pfarrhaus erbaut
   
1849 (8.7) großer Hagelschlag in der Markung Goldbach, zur Erinnerung noch heute der "Hagelfeiertag"
   
1873 die Goldbacher Synagoge und das jüdische Frauenbad werden verkauft
   
1894 verzieht das letzte jüdische Gemeindemitglied nach Crailsheim
   
1911 Zentrale Wasserversorgung gebaut
   
1922 Ausbau der neuen Goldbacher Steige mit 2 Kehren in Richtung Waldtann
   
1936 die erste neue Siedlung entsteht am Friedhofweg mit 5 Fachwerkhäusern
   
1945 in der "Schlacht um Crailsheim" starke Zerstörungen in Goldbach: 21 Wohngebäude und 27 Scheunen werden zerstört, viele Gebäude, darunter das Schloss und die Kirche, werden durch Beschuss stark beschädigt. 1 deutsches Jagdflugzeug wird über Goldbach abgeschossen und stürzt nur wenige Meter vom Eingang des Pfarrhauses ab
   
1947 die Reste des Schlosses werden abgebrochen
   
1949 die erste Nachkriegssiedlung "Beim Friedhof" wird gebaut (10 Wohnhäuser)Der Turn- und Sportverein wir gegründet - ein "Sportplatz" wird angelegt
   
1953 Erster Heimattag mit Einweihung des Freibades Goldbach
   
1955 die zweite Siedlung "Nordost" entsteht, in deren Mittelpunkt das neue Schulhaus geplant und gebaut wird
   
1956 Einweihung des Schulhauses mit Lehrerdienstwohnung. Die Goldbacher Schule hat jetzt 2 Klassen
   
1959 Bau eines Feuerwehrgerätehauses - am Platz des abgebrochenen Schlosses
   
1963 Baubeginn der 3. Siedlung "Westlicher Ortsrand" mit 29 Gebäuden. 2. Goldbacher Heimatfest und 1. Lichterfest (1.9.1963)
   
1966 Erweiterung des Friedhofes und Bau einer Leichenhalle
   
1969 Im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" erhält Goldbach eine bronzene Medaille aus der Hand des Bundespräsidenten
   
1972 Das Baugebiet "Mühläcker" wird erschlossen - geplant sind 40 Wohnhäuser
   
1974 Ausbau des Sportplatzes mit Vereinsheim und Umkleideräumen. Beginn des Baus der Sammelkläranlage
   
1975 1.1 Goldbach kommt im Zuge der Gemeindereform als neuer Stadtteil zur Großen Kreisstadt Crailsheim
   
1976 Der letzte Abschnitt der Ortskanalisation wird ausgebaut. Der gesamte Stadtteil ist jetzt kanalisiert.
   
 
 
 
 
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